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Wein hilft Straßenkindern - Allein unter Rindviechern

13.11.2014
Haller- & Hohenloher Tagblatt

Giovane Elber erzählt von seiner Zeit nach dem Fußball – Scheckübergabe in Ilshofen

Giovane Elber führt ein ruhiges Leben – in Brasilien jedenfalls. Wenn er in Deutschland ist, fährt er von einem Termin zum nächsten. Am Donnerstag erhielt er für seine Stiftung einen Scheck von der "Weinelf".

Ilshofen. Neu eingekleidet erschienen Giovane Elber und seine Frau Cintia zum Mittagessen im Park-Hotel in Ilshofen. "Unser Gepäck ist nicht mit uns angekommen", meint Giovane und grinst. Seine gute Laune lässt er sich deshalb nicht nehmen. Ein wenig müde sei er, immerhin hat die Berichterstattung für den Sender Sky am Vortag bis Mitternacht gedauert.

Sein Terminplan ist auch in diesen Tagen vollgepackt. Gleich nach dem Mittagessen trifft er sich mit seinem ehemaligen Vereinskameraden beim VfB Stuttgart, Fredi Bobic. Mit der "Bratwurst", wie er Bobic seit dessen Schiedsrichterbeleidigung ("Du blinde Bratwurst!") nennt, treffe er sich regelmäßig. Elber kam nach Ilshofen, um dort einen Scheck in Höhe von 1011 Euro entgegenzunehmen. Die "Weinelf Deutschland" hatte während der Weltmeisterschaft in Brasilien Weinpakete verkauft, deren Erlös jetzt dem "Elber-Hilfsverein" für brasilianische Straßenkinder zugute kommt. Der geschäftsführende Direktor des Park-Hotels, Ronny Mechnich, hatte den Kontakt zu Elber hergestellt. "Die Weinelf versucht immer, karitative Einrichtungen zu unterstützen", sagt Weinelf-Präsident Robert Lönarz.

Und dann ging es doch noch um Fußball, diese schönste aller Künste. Vieles habe sich verändert, seit er seine Karriere beendet hat, sagt Elber. "Ich bin froh, dass es zu meiner Zeit noch keine Chips in den Schuhen gab, die die Kilometerzahl der Spieler aufzeichnen. Sonst wäre da immer gestanden: Elber, vier Kilometer", sagt er und lacht. Auch wie die Profis mit den Medien umgehen, sei heute völlig anders. "Früher war immer einer von der Bild-Zeitung da und hat ein Foto gemacht. Heute machen die Spieler Selfies in der Kabine, stellen es sofort auf Facebook und beschweren sich dann, dass sie kein Privatleben mehr haben."

Und was ist mit seinem Sohn Victor? "Er hat Talent, aber er ist zu gemütlich. Ich sage ihm immer: Du musst nur Fußball spielen, wenn du willst." Allerdings weiß Elber auch um die Vorzüge des Fußballer-Lebens: "Als Profi lebst du wie in Disney-World. Danach erfährt man erst, was arbeiten heißt." Giovane weiß, wovon er spricht. In Brasilien besitzt er eine Rinderfarm, die 12 000 Hektar groß ist. Etwa 4500 Tiere laufen dort auf freier Fläche herum. Gemeinsam mit 13 Mitarbeitern kümmert er sich um sie.

Autor: THOMAS WAGNER

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